„Ich möcht‘ dass einer mit mir geht, der auch im Schweren zu mir steht.“

So heißt es in einem neueren Lied im evangelischen Gesangbuch.

Manche Wegstrecke im Leben ist leichter zu bewältigen, wenn jemand zur Seite ist oder ein paar Schritte mitgeht. Manchmal reicht aber auch schon eine Begegnung, aus welcher dann die Kraft wächst, allein weiterzugehen.

Liebe Patienten, liebe Patientinnen, liebe Angehörige,

Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist für viele Menschen eine Grenzerfahrung. Aktuelle Sorgen und Ängste bedrängen das Herz. Daneben ist längst Vergangenes wieder wach, als wäre es gestern erst gewesen, drängt an die Oberfläche, will erzählt sein – das Gute wie das Schwere. In jeder Lebensgeschichte findet sich etwas, was das Leben hält und trägt. Was in früheren Tagen Kraftquelle war, könnte auch heute weiterhelfen.

Offen für alle Lebensfragen

Ich bin als Seelsorger gern für Sie da – mit Ohr und Herz - offen für alle Lebensfragen (unabhängig von einer konfessionellen Bindung oder Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft ihrerseits). Und auch die Menschen, welche zu Ihnen gehören dürfen sich gern an mich wenden.

Vierzehntägig gibt es die Möglichkeit sonntags einen Gottesdienst in unserer Krankenhauskapelle zu besuchen. Die Pflegenden helfen Ihnen, dorthin zu kommen. Auf Wunsch feiere ich mit Ihnen auch das Abendmahl im Zimmer oder in der Krankenhauskapelle (auch mit Ihren Angehörigen).

Einige Menschen beschließen Ihr Leben in unserem Krankenhaus. Auch das Sterben ist Teil des Lebens. Wir wollen Ihnen und Ihren Lieben, so gut wir das vermögen, zur Seite stehen. Die Würde auch der letzten Lebensschritte wollen wir bewahren helfen. Wenn ein Mensch bei uns verstorben ist, bieten wir nach altem Brauch eine Aussegnungsfeier an. Für Menschen ohne konfessionelle Bindung gestalten wir entsprechend dem, was im Leben wichtig war, in Anlehnung an diesen alten Brauch auch eine weltliche Abschiedsfeier.