Demenzdiagnostik, Therapie und Beratung im Demenzzentrum

Was ist Demenz?

Mit rund 1,4 Millionen Betroffenen in Deutschland ist die Demenz eine der häufigsten Erkrankungen im höheren Lebensalter. Sie bezeichnet einen fortschreitenden Abbauprozess im Gehirn, die häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz. Typische Anzeichen sind Störungen in der Gedächtnisleistung, Orientierung, bei der Konzentration oder auch Wesensveränderungen. Dieses führt zu Schwierigkeiten in der selbständigen Alltagsbewältigung und damit zu schwerwiegenden Einschnitten in die Lebensführung der gesamten Familie. Um nachlassende Gedächtnisleistungen besser einordnen zu können, denn nicht immer muss ein demenzieller Prozess dahinterstecken, bieten wir eine Gedächtnissprechstunde an.

Es gibt Demenzformen, wie z. B. Durchblutungsstörungen, die gut behandelbar sind. Auch bei der Alzheimer-Demenz gibt eine Diagnose Gewissheit, entsprechende Medikamente und der Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung, können das Alltagsleben erheblich erleichtern. Je früher die Diagnose gestellt wird, umso eher können Demenzkranke und deren Angehörige der Krankheit aktiv begegnen und über ihr späteres Leben bestimmen.

Mit unserem Angebot einer umfassenden Demenzdiagnostik, Therapie und Beratung möchten wir Sie unterstützen, möglichst lange eine selbständige Lebensführung in der eigenen Häuslichkeit zu erhalten, die Lebensqualität zu verbessern und pflegende Angehörige zu entlasten.

Professionelle Diagnose und Therapie

Das Evangelische Zentrum für Altersmedizin zählt zu Brandenburgs führenden Demenzzentren. Wir helfen Betroffenen und Angehörigen professionell und einfühlsam. Zu Beginn steht die Diagnose. Innerhalb von fünf Tagen bieten wir Ihnen in unserer Tagesklinik oder im stationären Bereich eine umfassende Diagnostik der Demenz sowie eine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen wie z. B. der Depression. Bei bereits bestehenden, herausfordernden Verhaltensauffälligkeiten wie z. B. ausgeprägter Unruhe, Aggressionen und Wut sowie rastlosem „Herumlaufen“ empfehlen wir eine stationäre Behandlung.

Im ausführlichen Gespräch mit dem Patienten und Angehörigen werden diagnostische Schritte wie z.B. die folgenden gemeinsam festgelegt:

  • Ärztliche Untersuchung
  • Kontrolle der Laborparameter
  • Diagnostik des Herz-Kreislaufsystems
  • Einsatz bildgebender Verfahren
  • Neuropsychologische Diagnostik
  • Eventuell Liquordiagnostik
  • Ergo- und physiotherapeutische Abklärung der Alltagsaktivitäten, Mobilität sowie des Hilfsmittelbedarfs.

Danach folgt eine Aufklärung über die Diagnose sowie die Informationen über Behandlungsmöglichkeiten.

Symptome mildern und stabilisieren

Eine medikamentöse Therapie der Alzheimer-Demenz im Sinne einer ursächlichen Heilung gibt es derzeit nicht, jedoch ist es möglich, das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern und sekundäre Symptome zu mildern.

Dabei spielen sogenannte Antidementiva eine wichtige Rolle. Sie werden zur Verbesserung oder Stabilisierung der geistigen Leistungsfähigkeit und damit auch der Alltagsbewältigung eingesetzt. Zur Behandlung begleitender Verhaltensauffälligkeiten kommen evtl. auch Antidepressiva oder Neuroleptika zum Einsatz. Zudem werden Ihnen Möglichkeiten für den Umgang mit der Erkrankung aufgezeigt.